Teilvermittlungsstelle (Teilamt) ATZ 63

 

Das Teilamt 63 ist eine Weiterentwicklung des Teilamt 56. Anstelle des Relaiskoppelfeldes wurde hier erstmalig in der DDR ein Koordinatenschalter eingesetzt.

Wie bereits beim Teilamt 56 erläutert, besitzt eine Teilvermittlungsstelle nicht alle Wahlstufen um eine vollständige Verbindung aufbauen zu können.

Wird eine Verbindung zu einem Teilnehmer innerhalb des Teilamtes aufgebaut, ist eine Leitung zur Vollvermittlungsstelle und eine Leitung wieder zurück ins Teilamt erforderlich.

Zur Beseitigung dieses Nachteils wurde für die ATZ63 eine Umsteuereinrichtung entwickelt. Diese Einrichtung prüft, ob die erste gewählte Ziffer die des eigenen Amtes ist.

Ist das der Fall, wird die Leitung zur Vollvermittlungsstelle nach Wahl der ersten Ziffer wieder ausgelöst. Die im Aufbau befindliche Verbindung wird auf einen Speiseumsetzer kommend (SpUsk) und einen Empfangssatz des Teilamtes umgesteuert.

Der Empfangssatz wertet die letzten zwei Ziffern der Teilnehmerrufnummer aus, fordert den Markierer an, welcher den Koordinatenschalter zur Durchschaltung der Verbindung ansteuert.

Das System zeichnet sich durch seine Wartungsarmut und Zuverlässigkeit aus und wurde wie auch das Teilamt 56 sowie das System 50 klein vorwiegend im ländlichen Raum eingesetzt.

 

Daten der Museumsanlage ATZ 63:

 

Wahlstufen:                              Umsteuereinrichtung, Teilnehmerverbinder

Weitere Einrichtungen:              Ruf- u. Signalversorgung

Anschlusskapazität:                  30 Hauptanschlüsse 10 Zweieranschlüsse

Herkunft:                                  Rosian bei Loburg

Einführungsjahr:                        1963

Baujahr:                                   1983

Abschaltung:                            1995

 

ATZ63_k.JPG

Abbildung 1: Innenansicht ATZ63

ATZ63_Bestückung_k.JPG

Abbildung 2: Bestückung des Schrankes

ATZ63_KS_k.JPG

Abbildung 3: Blick auf den Koordinatenschalter