System 56/58

 

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Abbildung 1: Typenschild TS/LW-Gehäuse

Bei diesem System werden zum Verbindungsaufbau motorbetriebene Drehwähler (Motorwähler) eingesetzt.

Der Vorteil der Motorwähler besteht darin, dass die Wähler während des Einstellvorganges nur noch eine Drehbewegung anstelle der Heb- und Drehbewegung eines Hebdrehwählers ausführen.

Durch den Wegfall der Hebbewegung konnte der Wähler mechanisch vereinfacht werden und der Verschleiß zumindest des mechanischen Antriebes gesenkt werden.

Des Weiteren liefen die Motorwähler sehr ruhig und erzeugten weniger Vibrationen und somit auch weniger Nebengeräusche auf den Sprechwegen.

Nachteilig wirkte sich das ständige Schleifen aller Schaltarme auf den Segment-Kontakten des Wählers aus.

Der Verschleiß an Segment und Schaltarmen war hoch und sorgte dafür, dass sich dieses System in der DDR nicht durchsetzte.

Die Systeme 56 und 58 unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die jeweils verwendeten Motorwähler.

Im System 56 kam Anfangs der 4-Spulen-Motorwähler zum Einsatz, der im System 58 durch die 2-Spulen-Variante ersetzt wurde.

Die Gestelle sind als Schrank (Gehäuse) ausgeführt und durch Türen mit Glasfenstern relativ gut vor Staub geschützt.

 

Daten der S56/58 Museumsanlage:

 

Wahlstufen:                            1.GW, 2.GW, LW, AS

Weitere Einrichtungen:            RSM-Gestell

Herkunft:                                Stendal (Altmark)

Einführungsjahr                       1956/1958

Baujahr:                                  noch nicht bestimmt

Abschaltung:                           1995

 

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Abbildung 2: LW/TS-GR S56 mit Motorwähler 58

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Abbildung 3: Bedienfeld LW/TS-Gestell

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Abbildung 4: LW/TS-Gestell untere Ansicht mit 100 Teilnehmerschaltungen, Gesprächszählern sowie Trennsteckverteiler

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Abbildung 5: RSM-Gestell mit 2 RSM und 50Hz Maschine (unten)

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Abbildung 6: Reihenendgehäuse System 56/58 mit Signallampen und Reihensicherung